Unsere Konzeption

Der Freireligiöse Wohlfahrtsverband Baden e.V., Ortsverband Mannheim, sieht es als eine seiner sozialen Aufgaben in der Stadt Mannheim, Eltern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen und Kindern in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zur Seite zu stehen.

Daher unterhält der Freireligiöse Wohlfahrtsverband seit dem Schuljahr 2012/2013 an sieben verschiedenen Standorten insgesamt 9 Betreuungsgruppen für die Grundschüler der jeweiligen Grundschulen.

Die Betreuung der Kinder umfasst dabei die Zeit am Morgen vor dem Unterricht und am Nachmittag nach dem Unterricht. Die Öffnungszeit am Morgen kann innerhalb bestimmter Grenzen an den Bedarf der Eltern angepasst werden. Am Nachmittag endet sie um 17 Uhr.

Während der Ferien, außer in den Weihnachtsferien, gibt es eine Tagesbetreuung mit einem besonderen Ferienprogramm.

Die Betreuung umfasst ein warmes Mittagessen, die Begleitung und Betreuung der

Hausaufgaben, Eltern- und Lehrergespräche, erlebnis- und situationsorientierte sowie am Gemeinwesen orientierte, pädagogische Angebote und das Angebot von Freispielsituationen.

Weltanschauliche und inhaltliche Grundsätze

Die inhaltlichen Grundsätze des Betreuungskonzeptes des Freireligiösen Wohlfahrtsverbands basieren auf der weltlich humanistischen Weltanschauung der Freireligiösen Gemeinde Mannheim.

Die Erkenntnisse der Wissenschaft und die Ergebnisse humanistischer Philosophie und Weltanschauung bilden die Grundlage für das Verständnis der Welt. Grundlegende ethische Werte sind Gewissensfreiheit und Selbstbestimmung, Eigen- und Mitverantwortung, Toleranz, Naturverbundenheit und Achtung vor dem Leben.

Das humanistische Weltbild, die Achtung gegenüber dem Anderen und die Entwicklung gewaltfreier Konfliktlösungsstrategien sind die pädagogischen Grundlagen des Betreuungsangebots des Freireligiösen Wohlfahrtsverbands.

Pädagogische Konzeption

Individuelle Förderung

Für das pädagogische Konzept ergibt sich daraus zum einen das Eingehen auf die Persönlichkeit des Kindes, seiner kulturellen und sozialen Herkunft, seines individuellen Entwicklungsstandes und zum anderen die Förderung seiner individuellen, sozialen, kulturellen und schulischen Kompetenzen.

In der Schulkindbetreuung soll das Kind individuell, seiner Entwicklung und seinen Möglichkeiten entsprechend aufgenommen und gefördert werden.

Gruppenprozesse

Die Kinder sollen sich gemeinsam, gewalt- und diskriminierungsfrei als in und für die Gruppe wertvolle Mitglieder erfahren. Sie sollen in einem adäquaten Umfeld unter Anleitung der Betreuer und Betreuerinnen lernen, sich eigenständig und selbstbestimmt in die Gruppe einzubringen, eigene Stärken und Schwächen zu sehen und daran zu arbeiten, die Stärken und Schwächen anderer zu akzeptieren, die Unterschiedlichkeit der individuellen Fähigkeiten und die Vielfalt sozialer und kultureller Herkunft als Bereicherung zu erleben und gemeinsam mit der Gruppe die nähere Umgebung, die Möglichkeiten im Gemeinwesen des Quartiers zu erkunden und zu erleben.

Das Miteinander der Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft in der Gruppe entspricht dem Leben im gesellschaftlichen Umfeld und bietet eine Vielfalt individueller und sozialer Erfahrungsmöglichkeiten.

Gemeinwesenarbeit

Die Vernetzung mit anderen Organisationen im Umfeld, zum Beispiel aus dem Bereich Sport und Freizeit, und mit Jugendeinrichtungen wird ausdrücklich angestrebt.

Die Kinder sollen sich dabei als aktive und mitgestaltende Akteure ihres Stadtteils und des Gemeinwesens erleben, Schule und Stadtteil dabei als eine Lebenswelt erfahren.Durch einen intensiven Austausch, Tür-und-Angel-Gespräche, pädagogische Einzelgespräche und gemeinsame Aktionen werden sowohl die Eltern als auch die Lehrer in diesen Prozess eingebunden.

Pädagogische Angebote und Aufgabe der Betreuer und Betreuerinnen

Die Schulkindbetreuung will soziale und persönliche Kompetenzen der Kinder durch altersgemäße spielerische und kreative Angebote fördern. Dabei sollen stets die Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund stehen.

Durch die Bereitstellung von unterschiedlichsten Materialien können Kinder ihren Interessen nachgehen und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erproben. Die betreuende Kraft hat neben ihrer Aufsichtspflicht die Aufgabe, die Kinder bei ihren Aktivitäten zu unterstützen, ihnen bei Bedarf Anregungen für eine Beschäftigung zu geben und durch besondere pädagogische Angebote den Kindern für alle Entwicklungsbereiche Anregungen zu geben und Erfahrungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Die Schülerinnen und Schüler gestalten das Betreuungsangebot aktiv mit. Formen der demokratischen Mitsprache werden erprobt.

Bewegung und freies Spiel, Bauen, Malen und Basteln sind dabei ebenso wichtig wie die Entspannung im Ruhebereich.

Personelle Ausstattung

In der Betreuung arbeiten geeignete, in Erziehung erfahrene Personen, d.h. Kräfte, die über Erziehungserfahrung bei eigenen Kindern verfügen, aus der Jugendarbeit kommen, eine pädagogische Ausbildung haben, als Tagesmütter/-väter anerkannt sind oder die einfach gut mit Kindern umgehen können.

Um die pädagogische Qualität der Betreuung zu gewährleisten, sind die Betreuungskräfte gehalten, an entsprechenden Fortbildungen des Verbandes bzw. anderer Verbände teilzunehmen und sich kontinuierlich fortzubilden.

Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses ist Voraussetzung für die Einstellung der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

In der Kernbetreuungszeit sind in der Regel zwei Mitarbeiter vor Ort.

Gelegentlich werden unsere Teams unterstützt von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, Praktikanten/Innen, ErzieherInnen im Anerkennungsjahr und FSJ-lerInnen.

Elternarbeit und Kontakt zu den Schulen

In allen Gruppen gibt es regelmäßig Elternabende nach Schuljahresbeginn. Sie dienen dazu, die Mitarbeiter und die Konzeption sowie den weltanschaulichen Hintergrund unserer Einrichtungen vorzustellen. Ebenso haben die Eltern dadurch die Möglichkeit, eigene Wünsche einzubringen, Rückmeldung zu geben und an der Arbeit zu partizipieren. Weitere Elternabende gibt es nach Bedarf.

Daneben stehen die BetreuerInnen in regelmäßigem Kontakt und Austausch mit den Eltern bei sogenannten Tür- und Angelgesprächen. Gibt es Probleme mit einzelnen Kindern, werden die Eltern zu persönlichen Gesprächen eingeladen, bei denen gemeinsam nach Ursachen und Lösungsmöglichkeiten geforscht wird und gegebenenfalls weiterführende, pädagogische und soziale Hilfeleistungen vorgestellt und empfohlen werden.

Gleich wichtig wie der Kontakt zu den Eltern, ist uns die Kommunikation mit der Schule. Da unsere BetreuerInnen mindestens die Erstklässler direkt an der Schule abholen, ist es ein Leichtes für sie auch mit den Klassenlehrern Tür- und Angelgespräche zu führen.

Gibt es besondere Probleme, nehmen die BetreuerInnen, in Absprache mit den Eltern, auch Sprechzeiten der Lehrer wahr. Nach Möglichkeit beteiligen sich unsere Einrichtungen an größeren Veranstaltungen der Schule.

Haben Sie weitere Fragen zur Konzeption? Hier können Sie die komplette Konzeption herunterladen.